Die Altmark von 1300 bis 1600
     

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Jiri Fajt (Hg.), Wilfried Franzen (Hg.), Peter Knüvener (Hg.)

Die Altmark von 1300 bis 1600

Eine Kulturregion im Spannungsfeld von Magdeburg, Lübeck und Berlin

568 Seiten, 230 x 305 mm, Festeinband mit Leinenbezug und Schutzumschlag, 692 meist farbige Abbildungen
Oktober 2011
sofort lieferbar
ISBN 978-3-86732-106-8
Preis 78,– €
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Mit Texten von
Torsten Arnold, Ernst Badstübner, Gabriele Bark, Ute Bednarz, Anke Dreyer, Eva Fitz, Christian Gahlbeck, Norbert Gossler, Jens Christian Holst, Silke Junker, Damian Kaufmann, Kerstin Klein, Hartmut Kühne, Michael Lindner, Mechthild Modersohn, Peter Neumeister, Wibke Ottweiler, Christian Popp, Jan Raue, Jan Richter, Elisabeth Rüber-Schütte, Hansjörg Rümelin, Tilo Schöfbeck, Michael Scholz, Ulrich Schöntube, Christian Schulz, Dirk Schumann, Anja Seliger, Ruth Slenczka, Joachim Stephan, Werner Ziems

Im 19. Jahrhundert zur Wiege Brandenburgs oder gar Preußens stilisiert, führt die im nördlichen Sachsen-Anhalt gelegene Altmark heute zu Unrecht ein Schattendasein und ist als bedeutende Kulturregion, die sie einst war, nur wenig im öffentlichen Bewusstsein verankert. Sie war lange Zeit Teil des Kurfürstentums Brandenburg, hatte aber als »Alte Mark« westlich der Elbe ein durchaus eigenes Gepräge. Dieses war durch die kirchenrechtliche Zugehörigkeit zu den »außermärkischen« Diözesen Verden und Halberstadt ebenso gegeben wie durch die Einbindung ihrer wichtigsten Städte in den Bund der Hanse. Engste Verbindungen bestanden zudem zum erzbischöflichen Machtzentrum Magdeburg. Doch auch für die Brandenburger Markgrafen selbst besaß dieses dicht bevölkerte Gebiet mit zahlreichen großen Städten wie Stendal oder Salzwedel erhebliche Bedeutung. So wurde die alte Kaiserresidenz Tangermünde von den Hohenzollernfürsten als bevorzugter Sitz neben Berlin genutzt.
Eine kulturelle Blüte erlebte die Altmark vom 14. bis zum 16. Jahrhundert. Deren Zeugnis ist der außerordentlich reich überlieferte Denkmalbestand an Werken der Architektur, Skulptur, Tafel- und Glasmalerei.
Die Publikation stellt die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Tagung vor, die im September 2008 in Stendal Historikern, Kunsthistorikern sowie Restauratoren die Möglichkeit bot, das vielfältige kulturelle Schaffen in der Altmark, die Rolle der Kulturträger und das künstlerische und kulturelle Spannungsfeld, in dem sich die Altmark in der Zeit von 1300 bis 1600 befand, zu erörtern.
Der hochwertig ausgestattete und reich bebilderte Band möchte zahlreiche wenig bekannte Kunstwerke erstmals einem breiterem Publikum zugänglich machen.

 

Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte: »Auf dieses Buch hat die Altmark gewartet«

Altmark-Blätter: »Damit liegt für die Altmark ein umfassendes Werk zu Mittelalter und früher Neuzeit vor, das neben den Fachwissenschaftlern vor allem die Freunde und Liebhaber der lokalen und regionalen Kunst und Geschichte interessieren wird.«

Volksstimme: »[Es ist] ein (Ver-)Führer in die Geschichte einer Region, verfasst mit großem Fachwissen und gestaltet mit hoher Ästhetik, der zum einen die Lust aufs Entdecken verborgener Schätze weckt und zum anderen dafür sorgt, dass diese Kulturregion aus ihrem Schatten heraus und ins rechte Licht gerückt wird.«

sehepunkte. Rezensionsjournal für die Geisteswissenschaften: »Die 36 Autoren dieser ambitionierten Veröffentlichung repräsentieren mit ihrer Profession und ihren hier publizierten Forschungsresultaten ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen und Arbeitsfeldern.« Der ganze Beitrag

 

Jiri Fajt

Jiri Fajt

Dr. Jiří Fajt, geb. 1960, lebt in Berlin. 1988–93 Studium der Kunstgeschichte an der Karls-Universität in Prag; Kurator der Sammlung der böhmischen Steinbildhauerei im Lapidarium des Nationalmuseums in Prag. 1993–94 Kurator der mittelalterlichen Sammlung der Nationalgalerie in Prag; 1994–2000 Direktor der Sammlung Alter Meister und stellvertretender Generaldirektor der Nationalgalerie in Prag. Seit 2001 Leiter der Forschungsprojekte am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. (GWZO) an der Universität in Leipzig. Lehraufträge an der Technischen Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Karls-Universität Prag. Forschungsschwerpunkt: Mittelalterliche Kunst der luxemburgischen und jagiel­lonischen Zeit.

Wilfried Franzen

Wilfried Franzen

Geb. 1964 in Papenburg (Ems), Studium der Kunstgeschichte an den Universitäten Trier, Reading und Bamberg. 2000 Promotion zur Bilderzählung in der Tafelmalerei des 15. Jahrhunderts an der Technischen Universität Berlin. Von 2003 bis 2004 Mitarbeiter im GWZO-Projekt »Bedeutung der Jagiellonen für die Kunst und Kultur Mitteleuropas (1450-1550)«. Seit 2008 Betreuer des Handbuchs zur Kunstgeschichte.

Peter Knüvener

Peter Knüvener

Dr. phil. Peter Knüvener, geb. 1976; Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Mittelalterlichen Geschichte in Münster, Freiburg, Bologna und Berlin (HU); Promotion zur mittelalterlichen Malerei und Skulptur in der Mark Brandenburg nach 1450; ab 2004 Lehraufträge an der Humboldt-Universität, Volontariat bei der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Ausstellungskurator am Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam; 2013-14 Leiter des Perleberger Stadt- und Regionalmuseums; 2014-16 Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Forschungsprojekt zur Lüneburger Goldenen Tafel am Niedersächsischen Landesmuseum Hannover, seit 2016 Direktor der Städtischen Museen Zittau.

Mitglied der Brandenburgischen Historischen Kommission und Vorstandsmitglied der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg.

Leseproben und Dokumente

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