Oda Schottmüller
     

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Geertje Andresen

Oda Schottmüller

Die Tänzerin, Bildhauerin und Nazigegnerin Oda Schottmüller (1905-1943)

353 Seiten, 145 Abb., 158 x 235 mm, Festeinband mit Schutzumschlag, 145 s/w Abb.
1., Aufl., November 2005
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ISBN 978-3-936872-58-3
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Klaus Mann kannte Oda Schottmüller als bizarre Zeichnerin. Vor allem aber war sie eine bedeutende Bildhauerin und Ausdruckstänzerin, die sich auch nach 1934 nicht scheute, ihre phantastischen, oftmals tragischen Choreographien öffentlich zu zeigen. Ihre Beziehung zu dem kommunistischen Bildhauer Kurt Schumacher brachte sie Ende der 1930er Jahre in Kontakt mit dem Freundeskreis um Harro Schulze-Boysen, in dem freimütig künstlerische und politische Fragen diskutiert, ausländische Sender gehört, Verfolgten geholfen und Aktionen gegen die Nazi-Diktatur vorbereitet wurden.

Im Spätsommer 1942 verhaftete die Gestapo Harro Schulze-Boysen, Kurt Schumacher, Arvid Harnack, Oda Schottmüller und etwa 120 weitere Personen. Die Gestapo hatte diesem Kreis den Namen »Rote Kapelle« als Fahndungsbegriff zugeordnet und verdächtigte die Verhafteten, einer von Moskau gesteuerten Spionageorganisation anzugehören. Oda Schottmüller wurde vorgeworfen, ihr Atelier für Funkversuche nach Moskau zur Verfügung gestellt zu haben. Das Reichskriegsgericht verurteilte sie dafür zum Tode; am 5. August 1943 wurde sie enthauptet. Eine Vielzahl bislang unbekannter Dokumente und Fotos erlauben jetzt die weitgehende Rekonstruktion des tragischen Lebensweges und des künstlerischen Schaffens von Oda Schottmüller.

 

Berliner Morgenpost: »Geertje Andresen gelingt mit der Biografie eine eindrucksvolle Doppelgeschichte: Sie erzählt das tragische Leben der Künstlerin Oda Schottmüller und die Geschichte des Ausdruckstanzes in beklemmenden Zeiten.«

 

Tanz und Gymnastik: »Ein wichtiges Buch, das eine große Lücke schließt.«

Geertje Andresen

Geertje Andresen

Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Musik, lebt als freie Autorin in Berlin. Bis 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. 1999 erschien »Dieser Tod passt zu mir. Harro-Schulze-Boysen – Grenzgänger im Widerstand« (gemeinsam mit Hans Coppi jr.) und 2005 im Lukas Verlag die Biographie über »Die Tänzerin, Bildhauerin und Nazigegnerin Oda Schottmüller (1905–1943)«. Danach zahlreiche Veröffentlichungen zu tanzhistorischen Themen. 2011 Promotion über die geheimdienstgestützte Biographiekonstruktion zu Oda Schottmüller.

Leseproben und Dokumente

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