Kulturtransfer am Fürstenhof
     

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Udo Friedrich (Hg.), Matthias Müller (Hg.), Karl-Heinz Spieß (Hg.)

Kulturtransfer am Fürstenhof

Höfische Austauschprozesse und ihre Medien im Zeitalter Kaiser Maximilians I.

Schriften zur Residenzkultur [9]

309 Seiten, 120 Abb., 160 x 240 mm, Festeinband, 120 teils farbige Abb.
August 2013
sofort lieferbar
ISBN 978-3-86732-155-6
Preis 36,– €
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Mit Texten von
Beate Böckem, Carola Fey, Birgit Franke, Ruth Hansmann, Stephan Hoppe, Beate Kellner, Ute Kümmel, Ulrich Pfisterer, Barbara Welzel, Elke Anna Werner

Die Beiträge des vorliegenden Bandes thematisieren aus kunsthistorischer, historischer und germanistischer Perspektive das Phänomen des Kulturtransfers an deutschen Fürstenhöfen an der Epochenschwelle von Mittelalter und Früher Neuzeit. Während in den Jahrzehnten vor 1500 viele deutsche Höfe wegen der zunehmenden internationalen Vernetzung immer stärker die in Italien, den burgundischen Niederlanden oder Frankreich entwickelten kulturellen Standards rezipierten, bedeuteten die Jahrzehnte nach 1500 durch die Auswirkungen der Reformation für die deutschen Höfe sowohl eine Beschleunigung als auch eine nachhaltige Veränderung der kulturellen Transfer- und Transformationsprozesse. Die Analyse der Jahrzehnte vor und nach 1500 ermöglicht daher sowohl eine Würdigung des prozesshaften Verlaufs des Kulturtransfers als auch seiner Abhängigkeit von den konkreten historischen Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich das kulturelle Niveau der Fürstenhöfe im Alten Reich entwickelte.
Im Mittelpunkt der Beiträge stehen Fragen nach der Bedeutung der bildlichen und schriftlichen Medien, der Architektur und der Schatzkunst für Prozesse des Kulturtransfers um 1500. Behandelt werden u.a. der Hof Kaiser Maximilians I. sowie die kulturell führenden Höfe der kursächsischen Wettiner und der Wittelsbacher. Beiträge zu Jacopo de’ Barbari und Lucas Cranach d. Ä. vermitteln überdies neue Erkenntnisse über die Mitwirkung einzelner Hofkünstler bei Transfer und Transformation fremder kultureller Normen und künstlerischer Motive vom Süden in den Norden Europas.

 

Presse

H-Soz-Kult – Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften: »Insgesamt bietet der Band methodisch wie inhaltlich vielfältige, anregende Herangehensweisen und macht die Aktualität des Themas Kulturtransfer deutlich.«
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perspectivia.net – Publikationsplattform für die Geisteswissenschaften: »Im Sammelband lässt sich ein Schwerpunkt auf dynastischen Rivalitäten erkennen, indem neben dem kaiserlich-habsburgischen Hof vor allem die Höfe und Residenzen der Wittelsbacher und ernestinischen Wettiner behandelt werden.« Der ganze Beitrag...

Matthias Müller

Matthias Müller

Prof. Dr. phil. Matthias Müller, geb. 1963 in Wuppertal; Studium der Kunstgeschichte, Christlichen Archäologie, Byzantinischen Kunstgeschichte und Neueren deutschen Literatur in Marburg, Berlin und Hamburg; 1991 Magister; Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes; 1995 Promotion an der Philipps-Universität Marburg mit einer Arbeit über die Zweiturmanlage der Marburger Elisabethkirche (Baugeschichte, Vorbilder, Bedeutung) (erschienen Marburg 1997); 2001 Habilitation mit einer Arbeit zu den metaphorischen Aspekten im deutschen Schlossbau des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (»Das Schloß als Bild des Fürsten«, erschienen Göttingen 2004); 1994 freier wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bildarchiv Foto Marburg; 1994–95 wissenschaftlicher Volontär des Landesmuseums Koblenz; 1995–2001 wissenschaftlicher Assistent, seit 2001 Privatdozent und Oberassistent am Caspar-David-Friedrich-Institut (Bereich Kunstgeschichte) der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; 2002–06 Vertretungsprofessor (Lehrstuhl für Kunstgeschichte) an diesem Institut; seit 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Mitglied der Residenzenkommission der Göttinger Akademie der Wissenschaften und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Rudolstädter Arbeitskreises zur Residenzkultur e.V.

Lehr- und Forschungsschwerpunkte: Architektur und bildende Kunst des Mittelalters, der Frühen Neuzeit und der Moderne; Bildkonzepte in der Architektur und höfischen Malerei; Kunst als Medium der Erinnerungskultur, der Residenzkultur und von Prozessen des Kulturtransfers.

Karl-Heinz Spieß

Karl-Heinz Spieß

Prof. Dr. Karl-Heinz Spiess, geboren 1948, Studium der Geschichte, Anglistik, Pädagogik und Philosophie in Mainz und Aberdeen, seit 1994 Professor für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften an der Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald.

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