Johann Tetzel und der Ablass
     

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Enno Bünz (Hg.), Hartmut Kühne (Hg.), Peter Wiegand (Hg.)

Johann Tetzel und der Ablass

Begleitband zur Ausstellung »Tetzel – Ablass – Fegefeuer« in Mönchenkloster und Nikolaikirche Jüterbog

432 Seiten, 204 Abb., 210 x 280 mm, Klappenbroschur. mit zahlr. Abb., 204 meist farbige Abbildungen
Juli 2017
sofort lieferbar
ISBN 978-3-86732-262-1
Preis 29,80 €
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Mit Texten von
Ulrich Bubenheimer, Enno Bünz, Oliver Duntze, Falk Eisermann, Frank Göse, Michael Höhle, Volker Honemann, Petr Hrachovec, Hartmut Kühne, Christiane Laudage, Christiane Schuchard, Susanne Wegmann, Peter Wiegand, Wilhelm Ernst Winterhager

Johann Tetzel gehört zu den bekanntesten Figuren des Reformationszeitalters. In der frühen Neuzeit zur Gegenfigur Martin Luthers stilisiert, ist seine historische Gestalt in der populären Wahrnehmung unter zahlreichen Legenden verschüttet. Zwar hat die Forschung seit Ende des 19. Jahrhunderts ein differenziertes Bild seines Lebens und seiner kirchlichen Wirksamkeit gezeichnet, doch wurde dies über einen kleinen Kreis von Spezialisten hinaus kaum bekannt.

Die Reformationsdekade bot den Rahmen, sich erneut mit Tetzels Person, aber auch den Ablasskampagnen der Jahre um 1500 zu beschäftigen, als deren prominentester Vertreter er gilt. Stadt und Kirchgemeinde Jüterbog haben diesem Vorhaben einen Ort gegeben, da Tetzels Auftreten in der damals zum Erzstift Magdeburg gehörenden Stadt den Anlass für Luthers Thesenanschlag im nahen Wittenberg bot.

Das Buch dokumentiert die Ergebnisse einer in Jüterbog im April 2016 veranstalteten Tagung. Zugleich ist es Begleitband zur Ausstellung »Tetzel – Ablass – Fegefeuer«, die vom 8. September bis zum 26. November 2017 im Mönchenkloster und der Nikolaikirche Jüterbog gezeigt wird. Auf breiter Quellengrundlage dokumentiert es die Lebenswelt Johann Tetzels, zeigt bisher wenig beachtete Facetten seiner Persönlichkeit und versucht, ihn als Repräsentanten der vorreformatorischen Ablasspraxis einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen. Alle wichtigen zeitgenössischen Dokumente zum Wirken des sächsischen Dominikanermönchs, darunter einige Neufunde, werden mit Bild und Kommentar präsentiert.

Enno Bünz

Enno Bünz

Enno Bünz, geb. 1961, studierte Geschichte, Germanistik und Latinistik an den Universitäten in Kiel und Würzburg. Von 1989 bis 1990 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Anschließend betreute Bünz bis zu seiner Promotion 1993 die Ausstellung »Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen« am Diözesanmuseum Hildesheim. Zwischen 1993 und 2001 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Thüringische Landesgeschichte und Mittelalterliche Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort habilitierte er sich 1999 mit einer Arbeit zum Thema »Der niedere Klerus im spätmittelalterlichen Thüringen. Studien zu Kirchenverfassung, Klerusbesteuerung, Pfarrgeistlichkeit und Pfründenmarkt im thüringischen Teil des Erzbistums Mainz«.

Zum Wintersemester 2001/02 folgte Bünz einem Ruf auf den Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte an der Universität Leipzig. Zudem gehört er seit 2002 dem Direktorium des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde an. 2017 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Hartmut Kühne
© Sebastian Köpcke

Hartmut Kühne

Dr. theol., geb. 1965, studierte Evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Berlin (Ost) und der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Er wurde 1998 mit einer Arbeit zu spätmittelalterlichen Reliquienfesten an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität promoviert. Er war von 2002 bis 2008 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Christliche Archäologie, Denkmalkunde und Kulturgeschichte der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2009 ist er freiberuflich in verschiedenen Forschungsprojekten tätig, zuletzt als Stipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung für ein Projekt zur Vorreformatorischen Frömmigkeit in Mitteldeutschland. Seine Forschungen betreffen die Frömmigkeit und Kultur des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit.

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