Aus aktuellem Anlass: Alexander Gauland und das Programm des Lukas Verlags

Wer das Programm des Lukas Verlags ein wenig verfolgt hat, der weiß, dass dieser sich seit über zwanzig Jahren und in mittlerweile fast 500 Titeln mit vorrangig deutscher Geschichte, deutscher Kultur, deutscher Kunst, deutscher Politik, deutscher Literatur und so weiter befasst hat, dabei einen weiten Bogen schlagend vom nur scheinbar so fernen Mittelalter bis hinein in die Gegenwart. Dieses anspruchsvolle Programm zielte stets auf historische und kulturelle Selbstvergewisserung und kann insofern im besten Sinn als konservativ gelten. Als Verleger habe ich es konsequent vermieden, mich akademischen oder gar politischen Konjunkturen zu unterwerfen. So finden sich bei uns gute Bücher gleichermaßen aus katholischer, protestantischer, jüdischer oder dezidiert atheistischer Provenienz; wir kooperieren sowohl mit der Stasi-Gedenkstätte in Hohenschönhausen als auch mit der PDS-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung, mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wie mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen; mir ging es immer um eine Pluralität der Fragestellungen und Blickwinkel, wollte mich nie vor einen Karren spannen lassen oder mich taktisch verhalten müssen. Und weil dem so ist, hatte ich bis vor Kurzem auch keinerlei Bauchschmerzen damit, dass Alexander Gauland zu den vielen Autoren des Verlags zählt.

Jörg Hopfgarten verlässt uns

Nach knapp zweieinhalb Jahren äußerst engagierter und zuverlässiger Mitarbeit verlässt uns leider Jörg Hopfgarten, der nicht nur für den Vertrieb und die Pressearbeit verantwortlich war, sondern darüber hinaus die Produktion zahlreicher Titel eigenverantwortlich betreut hat. Er wechselt ab August zum Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Mit Jörgs Weggang besteht der Lukas Verlag wieder einmal aus lediglich zwei Personen: aus Alexander Dowe und mir, dem Verleger.

Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass der mit unseren Büchern zu erzielende Umsatz und überhaupt die von viel Gegenwind geprägte Großwetterlage im Buchgewerbe nicht nur kein Wachstum mehr ermöglichen, sondern auch den Erhalt des Status Quo verhindern. Gern hätte ich mit dem aus uns drei Männern bestehenden Dream-Team noch jahrelang weitergearbeitet, allein, die Umstände erlauben dies nicht.

Ich danke Jörg von Herzen für seine treue, aufopferungsvolle Mitarbeit und wünsche ihm viel Erfolg in Göttingen!

Frank Böttcher

Frank Böttcher beantwortet den Fragebogen des Fachbuchjournals

Auf jeweils der letzten Seite des Fachbuchjournals beantworten Verleger einen stets gleichlautenden Fragebogen. In der aktuellen Ausgabe 04/2017 durfte sich diesmal Frank Böttcher vom Lukas Verlag äußern. Das »Interview« findet man auf den Fachbuchjournal-Seiten als WebPaper sowie als PDF. Sie dürfen es aber auch hier nachlesen:

 

Unser Fragebogen
Antworten von Dr. Frank Böttcher, Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin

Was ist Ihre Erinnerung an Ihr erstes Buch? Um welches Buch handelt es sich?
Gelesen hatte ich immer schon, aber ein schmaler Insel-Band mit Novellen von Stefan Zweig eröffnete mir eine ganz neue Welt. Ein unangepasster Lehrer hatte mich, den Sechzehnjährigen, auf diese zutiefst »bürgerliche« Literatur, die im Lehrplan der sozialistischen Volksbildung nicht vorkam, gezielt gestoßen.

Ihre drei Lieblingsbücher sind ...
Die Frage ist natürlich unbeantwortbar. Zuletzt hat mich Juli Zehs »Unterleuten« begeistert. Die klug beobachteten menschlichen Querelen in einem fiktiven Dorf in der Prignitz spiegeln die Dramen, wie sie das ländliche Ostdeutschland seit einem Vierteljahrhundert überall erschüttern. Im besten Sinne ein Jahrhundertroman.

Würden Sie Ihre Lieblingsbücher auch als eBook lesen?
Solange ich sie gedruckt in den Händen halten kann, gewiss nicht.

Die Bildungsrepublik braucht freie Autorinnen und Autoren und eine vielfältige Verlagslandschaft mehr denn je

Nach dem Desaster des VG-Wort-Urteils, das vor allem amazon und dessen Selfpublishings-Anstrengungen sowie der Geräteindustrie nützt und von denen wohl auch befördert wurde, läuft zur Zeit ein zweiter (in der Öffentlichkeit bisher kaum bemerkter und diskutierter) großer Angriff auf die Verlagswelt bzw. primär auf die engagierten Wissenschafts- und Sachbuchverlage. Das Thema "Gegen die geplante Urheberrechtsänderung für Bildung und Wissenschaft" klingt unsexy, verdient aber unbedingt Aufmerksamkeit und Unterstützung. Näheres hier: https://www.publikationsfreiheit.de
Bitte unterzeichnen Sie den Appell!

Zum Jahreswechsel 2016/17

Liebe Freunde, Autoren und Kollegen,

im vergangenen Winter waren meine Frau und ich gemeinsam mit einem befreundeten Ehepaar drei Wochen lang in Costa Rica. Für einen Verleger kulturgeschichtlicher Bücher vielleicht kein naheliegendes Urlaubsziel, vermochte uns dieses kleine ferne Land wegen seiner äußerst vielfältigen, üppigen tropischen Fauna und Flora doch in den Bann zu ziehen. Dort drüben hinterm Atlantik und knapp überm Äquator haben die Menschen natürlich auch ihre Probleme, darunter Erdbeben, arme Einwanderer aus Nicaragua, von nordamerikanischen Konzernen dominierte Monokulturen, aber Touristen aus Europa wie wir blenden solche Aspekte ja mehr oder weniger aus und genießen die Abwesenheit dessen, was uns daheim umtreibt. Gern möchte man sich einreden, man sei im Paradies, da man im Februar unter Palmen am Strand spazieren kann und weil das syrische Drama hier tatsächlich keine Rolle spielt und weil weder an der atlantischen noch der pazifischen Küste Boote voll von nordafrikanischen Flüchtlingen zu erwarten sind.

Zum Jahreswechsel 2015/16

Liebe Freunde, Autoren und Kollegen,

vor einem Monat, genauer: am 1. Dezember 2015, jährte sich die Gründung des unabhängigen, benachbarten, von mir überaus geschätzten Ch. Links Verlags zum sechsundzwanzigsten Mal. Im März auf der Leipziger Buchmesse wird ihm für sein eigensinniges und dabei sogar erfolgreiches zeitgeschichtliches Programm endlich der mehr als verdiente Kurt-Wolff-Preis verliehen – für mich ein gleichermaßen tröstliches und anspornendes Signal, dass nicht immer nur Bücher mit edelsten Papieren, aufwendigsten Bindungen und schwer lesbaren Typographien preiswürdig sind, sondern auch Sachbücher, die zwar nicht so tun, als würden sie das Medium neu erfinden, dafür aber mit inhaltlicher Relevanz punkten.

Zufällig datiert die Gewerbeanmeldung des Lukas Verlags auf den Tag genau sechs Jahre später, also auf den 1. Dezember 1995.

Susanne Werner verlässt uns

Susanne Werner hat im Laufe der vergangenen achteinhalb Jahre rund einhundert (!) unserer Publikationen – etwa die Hälfte des in dieser Zeit entstandenen Programms – betreut. Und weil bei uns Lektorat und Gestaltung in der Regel durch ein und dieselbe Person erfolgen, heißt das, dass sie nicht allein das Korrektorat der häufig umfangreichen und komplizierten wissenschaftlichen oder Sachbuchmanuskripte sowie oft auch das wissenschaftliche und sprachliche Lektorat übernahm, sondern darüber hinaus auch die kompletten Gestaltungs- und Satzarbeiten der optisch und strukturell anspruchsvollen Publikationen, inklusive der Bearbeitung sämtlicher Abbildungen. Sie hat so das Profil und Renommee der im letzten Jahrzehnt im Lukas Verlag erschienenen Publikationen ganz wesentlich mitgeprägt.

Heute saß Susanne Werner zum letzten Mal an ihrem Arbeitsplatz, von dem aus sie – versteckt hinter ihren zwei Bildschirmen – den gesamten kleinen Laden immer im Blick und im Griff hatte. Sie verlässt den Lukas Verlag, um sich neuen beruflichen Herausforderungen widmen zu können, und fängt im August bei Duncker & Humblot an. Ich bedauere diesen Schritt mit Blick auf mein eigenes Unternehmen über die Maßen, weil ich mit ihr eine hervorragende Mitarbeiterin verliere, die nur äußerst schwer zu ersetzen sein wird. Zugleich kann ich ihn gut verstehen. Ich danke Susanne von Herzen für ihre treue, aufopferungsvolle langjährige Mitarbeit!

Frank Böttcher

Éva Fahidi-Pusztai bei der Auftaktveranstaltung zum internationalen Gedenken anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz

Marian Turski aus Warschau und Eva Fahidi aus Budapest werden als Auschwitz-Überlebende gemeinsam mit jungen Menschen aus Polen, Israel und Deutschland die Auftaktveranstaltung zum internationalen Gedenken anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz am 26. Januar 2015 in Berlin gestalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zum Abschluss der Veranstaltung zu den Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft sprechen.

Die Veranstaltung in der Berliner Urania wird vom ZDF und von Phoenix live übertragen.

Èva Fahidis Erinnerungen an ihre ausgelöschte Familie, ihre Jugend in Ungarn und ihr Leiden in Auschwitz und Stadtallendorf "Die Seele der Dinge" sind 2011 im Lukas Verlag erschienen.

Zum Jahreswechsel 2014/15

Liebe Freunde, Autoren und Kollegen,

am 1. Dezember 2015 wird sich die Gewerbeanmeldung des Lukas Verlags zum zwanzigsten Mal jähren. (Weil die ersten beiden Bücher erst im Frühjahr 1996 das Licht der Welt erblickten, soll aber mit der Jubiläumsfeier noch etwas gewartet werden.) Bei der Gründung war ich fünfunddreißig Jahre alt. Ich wusste damals sehr wohl, was ich tat und worauf ich mich einließ, trotzdem war das ganze Unterfangen größenwahnsinnig und naiv.

Frankfurter Buchmesse 2014

Die diesjährige Frankfurter Buchmesse findet vom 8. bis 12. Oktober 2014 statt. Auch der Lukas Verlag ist wieder vertreten, und zwar wie schon im letzten Jahr in der Halle 4.1 am Stand F77. Und auch unser Standpartner ist derselbe geblieben: die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, mit der uns zahlreiche Buch-Kooperationen verbinden. Bitte besuchen Sie uns!

Zum Jahreswechsel 2013/14

Liebe Freunde, Autoren und Kollegen,

dass der Tenor und der Inhalt dieses Rundbriefs mit Blick auf die Buchbranche ähnlich skeptisch ausfällt wie der vom letzten Jahr, liegt nicht so sehr an mangelnder Kreativität meinerseits, sondern an unverändert problematischen Rahmenbedingungen sowie an einschlägigen konkreten Erfahrungen und Erlebnissen. In der Tat war das Jahr 2013 für den Lukas Verlag ein durchwachsenes.

Preis für Christiane Moll

Für Ihr im Lukas Verlag erschienenes Buch "Alexander Schmorell, Christoph Probst. Gesammelte Briefe" erhält Christiane Moll am 7. November 2013 den Wilhelm-Freiherr-von Pechmann-Preis.

Der von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gestiftete Preis wird alle zwei Jahre verliehen und erinnert an den ersten bayerischen Synodalpräsidenten Wilhelm von Pechmann (1859-1948). Er war der erste gewählte Präsident der Evangelisch-Lutherischen Generalsynode in Bayern und ein entschiedener Gegner des NS-Regimes. Mit dem Preis zeichnet die Landeskirche herausragende Leistungen in der historisch-wissenschaftlichen Forschung oder in Bildungsarbeit und Publizistik aus, die sich vor allem mit der Rolle der Kirche während des Nationalsozialismus befassen.

Personelle Veränderung

Seit dem 1. November 2013 besteht der Lukas Verlag nur noch aus Susanne Werner und dem Verleger Frank Böttcher. Unsere bisherige Mitarbeiterin Jana Pippel ist seither beruflich in einem anderen Haus tätig. Die von ihr verantwortete Presse-, Öffentlichkeits- und Vertriebsarbeit übernimmt bis auf Weiteres wieder Frank Böttcher.

Zum Jahreswechsel 2012/13

Liebe Freunde, Autoren und Kollegen,

häufig werde ich gefragt, wie ich die Zukunft »des Buches« sähe. Doch obwohl ich seit über zwanzig Jahren beruflich aufs engste mit diesem Medium befasst und gewissermaßen von ihm abhängig bin, habe ich keine Ahnung, wie seine Zukunft sich gestalten wird – vermutlich aber problematisch, irgendwie zwischen Marginalisierung, Traditionalismus und Anpassung an die digitalen Parallelwelten fortexistierend.

Bundesverdienstkreuz für Éva Fahidi

Vor kurzem erhielt Éva Pusztai (Mädchenname: Fahidi), die Autorin des 2011 im Lukas Verlag erschienenen Buches "Die Seele der Dinge", das Bundesverdienstkreuz vom Bande für Ihren langjährigen Einsatz gegen das Vergessen und für die Versöhnung von Ungarn, Juden und Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust. - Wir gratulieren!
Weitere Informationen

Zum Jahreswechsel 2011/12

Liebe Freunde, Autoren und Kollegen,

im letztjährigen Rundbrief hatte ich mich sehr über die Bildungssituation in Deutschland verbreitet. Diesmal will ich mich nicht mit so großen Themen aus dem Fenster lehnen, sondern nur ein wenig über den Verlag und die eigenen Dinge plaudern.

Personelle Veränderung

Linda Vogt, die knapp zwei Jahre lang einen Großteil unserer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verlässlich erledigt und zuletzt auch einige Buchprojekte betreut hat, ist seit Januar 2012 bei einem anderen Verlag. Ab Februar 2012 tritt unsere neue Volontärin Jana Pippel an ihre Stelle.

Zum Jahreswechsel 2009/10

Liebe Freunde, Autoren und Kollegen,

wenn ich auf das alte Jahr zurückblicke, so war es unter anderem von guten Kon­zer­ten bestimmt.

Zum Jahreswechsel 2010/11

Mitte des letzten Jahres erhielt der Verlag ein Schreiben der Buchhandlung Bücherbogen, wonach die Berliner Staatsbibliothek "wegen akuten Geldmangels" leider sämtliche Fortsetzungen storniert habe.

Fidicin-Medaille für Dr. Ute Laur-Ernst und Dr. Gernot Ernst

Am 13. Januar 2011 erhielten die Autoren Dr. Ute Laur-Ernst und Dr. Gernot Ernst im Rahmen des diesjährigen Neujahrsempfangs des 1865 gegründeten Vereins für die Geschichte Berlins e.V. die Fidicin-Medaille. Diese Auszeichnung in der Ausstellungshalle von I.M. Pei des Deutschen Historischen Museums erfolgte in Würdigung ihrer im Jahre 2010 in zweiter Auflage im Lukas Verlag erschienenen zweibändigen Publikation »Die Stadt Berlin in der Druckgrafik 1570-1870«.

Wir sind drin

Fast fünfzehn Jahre lang haben wir es nicht nötig und auch viel zu teuer gefunden, Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu sein. Jetzt hat es der Berliner Landesverband aber doch mit einer Charme-Offensive geschafft, bei ihnen einzutreten. Als Zeichen dessen, dass der Lukas Verlag nunmehr ein "ordentlicher" Verlag ist, haben wir als erstes eine Verkehrsnummer zugeteilt bekommen. Sie lautet 13542 und ersetzt ab sofort die bisherige Ersatznummer 79981. Dem Börsenblatt, das wir nun regelmäßig erhalten, war unser Sinneswandel sogleich einen Beitrag wert.

Wieland Förster erhielt den Brandenburgischen Kunstpreis

Der bedeutende Bildhauer, Graphiker und Schriftsteller Wieland Förster empfing am 12. Juli auf Schloss Neuhardenberg den Kunstpreis des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck für sein Lebenswerk.

Katja Havemann geht juristisch gegen ein Buch aus dem Lukas Verlag vor

Pressemeldung

Katja Havemann geht juristisch gegen das Buch von Nicole Glocke »In den Fängen von StB, MfS und CIA. Das Leben und Leiden des Eugen Mühlfeit«, das im Februar 2009 im Berliner Lukas Verlag erschienen war, vor. Auf den Versuch des Verlages, mit ihr zu einer gütlichen außergerichtlichen Einigung zu gelangen, ist sie nicht eingegangen. Seit dem 29.9.2009 liegt dem Verlag eine entsprechende Klageschrift vor.

Aktualisierung (8.4.2010): Am 2.2.2010 wurde vor dem Berliner Landgericht Tegeler Weg die Klage Katja Havemanns gegen Eugen Mühlfeit, die Autorin Dr. Nicole Glocke und den Verleger Dr. Frank Böttcher verhandelt. Das Gericht entschied, die Klage abzuweisen. Anders als vor Gericht angekündigt, verzichtete die unterlegene Gegenseite auf ein Berufungsverfahren.

Nur wenige Wochen nach dem Prozess verstarb im Alter von nur 58 Jahren völlig unerwartet unser Rechtsanwalt Dr. Niels Kolle. Wir sind ihm für sein weit über das professionell Notwendige hinausgehendes Engagement sehr dankbar und um so mehr tief betroffen von seinem jähen Tod.

Aktualisierung (24.3.2011): Am 11.3.2011 wurde eine weitere gegen das Buch gerichtete Klage, diesmal wegen weniger darin enthaltener Sätze in Bezug auf den 2004 verstorbenen Staatssekretär und Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR Günter Gaus, die dessen Witwe Erika Gaus beim Landgericht Hamburg eingereicht hatte, abgewiesen.

Zum Jahreswechsel 2008/09

Noch schwanken wir allenthalben, welches die rechte Haltung zur offenbar anstehenden Großen Krise sein könnte: die fröhlich verdrängende Annahme, uns selbst wird es so schlimm schon nicht treffen, oder raunendes Zelebrieren wildester apokalyptischer Visionen. Keiner weiß, was sein wird, und was wir aus dem Studium der Geschichte wissen, hilft uns nicht wirklich weiter.

Erinnerung an Nicolaus Heutger (1932-2008)

Am 20. Januar 2008 verstarb der angesehene Kirchenhistoriker Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger im Alter von 76 Jahren. Nicolaus Heutger studierte von 1952 bis 1957 in Bethel, Heidelberg und Göttingen Evangelische Theologie und Altertumswissenschaften.

Erinnerung an Hans-Dieter Schmidt (1927-2007) und Simone Barck (1944-2007)

Der bedeutende Entwicklungspsychologe und in der DDR populäre Sachbuchautor Hans-Dieter Schmidt ist in diesem Sommer gestorben.

Bob Dylan wird 65 – und im Lukas Verlag erschien das wichtigste deutschsprachige Buch zu seinem Werk

Der soeben zu Ende gegangene Internationale Bob-Dylan-Kongreß in Frankfurt am Main war der Versuch, sich dem Werk des seit fast fünfzig Jahren weltweit bedeutendsten Musikers erstmals auch mit präzisen akademischen Fragestellungen zu nähern.

Platz 5 auf der SPIEGEL-Bestsellerliste

Am 12. April empfahl Günther Jauch in Elke Heidenreichs Sendung "Lesen!" das von Hendrik Röder und Sigrid Grabner herausgegebene Buch "Emmi Bonhoeffer. Essay, Gespräch, Erinnerung". Am 21. April stand es auf der Bestsellerliste des STERN auf Platz 10 und am 25. April auf derjenigen des SPIEGEL sogar auf Platz 5. Auf letzterer fand man es sechsmal in Folge unter den Top 20; laut "buchreport" ist der aktuelle Rang noch immer Nr. 29.

Verlagsfest!

Im Lukas Verlag gibt es mittlerweile (fast) einhundert Bücher und deshalb endlich ein Fest: am 5. Juli ab 18 Uhr bei »Dr. Stockmann« (Kneipe) in der Winsstraße 11 (Prenzlauer Berg). Alle Autoren, Kollegen, Mitarbeiter, Drucker, Buchhändler, Journalisten, Praktikanten, Vertreter, Berater und übrigen Freunde des Verlags sind herzlich eingeladen!

Ihr Frank Böttcher